MODELL 02 · DIE FÜNF MODELLE
Nach Einkommen.
Jede Person zahlt den Anteil der gemeinsamen Kosten, der ihrem Anteil am gemeinsamen Nettoeinkommen entspricht. 36 / 64 statt 50 / 50.
MODELL 02 · DIE FÜNF MODELLE
Jede Person zahlt den Anteil der gemeinsamen Kosten, der ihrem Anteil am gemeinsamen Nettoeinkommen entspricht. 36 / 64 statt 50 / 50.
MIT EUREN ZAHLEN NACHGERECHNET · BEISPIEL 2.100 € / 3.700 € · KOSTEN 1.600 €
Beim Modell „Nach Einkommen“ zahlt jede Person den Anteil der gemeinsamen Kosten, der ihrem Anteil am gemeinsamen Nettoeinkommen entspricht. Verdient Person A 36 % des Haushaltseinkommens, trägt sie 36 % der gemeinsamen Kosten. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Idee dahinter: gleiche relative Belastung statt gleicher Betrag. Bei 2.100 € und 3.700 € Nettoeinkommen und 1.600 € gemeinsamen Kosten zahlt Person A rund 579 €, Person B rund 1.021 €. Beiden bleiben danach etwa 64 % ihres Einkommens für alles andere. Die Miete „wiegt“ für beide gleich schwer, gemessen am eigenen Einkommen.
Der Mietaufteilungsrechner übernimmt das für beliebige Zahlen.
Dieses Modell passt besonders, wenn die gemeinsamen Kosten einen spürbaren Teil beider Einkommen ausmachen und die Einkommen unterschiedlich sind. Es verhindert die klassische 50/50-Falle, bei der die Person mit weniger Einkommen kaum noch Spielraum hat. Und es ist das Modell, das viele Paare wählen, wenn sie sich zum ersten Mal ernsthaft mit der Frage beschäftigen, was „fair“ heißt.
Wichtig ist der Unterschied zu Halb / Halb: Dort ist der Betrag gleich, die Belastung unterschiedlich. Hier ist die Belastung gleich, der Betrag unterschiedlich. Beides kann fair sein. Es kommt darauf an, worauf ihr euch einigt.
Nach Einkommen macht Einkommensunterschiede zur Daueraufgabe der Buchhaltung: Jede Gehaltserhöhung, jeder Jobwechsel, jede Elternzeit verschiebt die Anteile. Paare, die das Modell wählen, sollten einen festen Rhythmus vereinbaren. Etwa einmal pro Jahr oder bei jeder größeren Veränderung neu rechnen.
Und es gibt eine zweite, oft übersehene Seite: Das Modell mischt Einkommen, aber nicht Verpflichtungen. Wer privat hohe Fixkosten hat, etwa Unterhalt, Schulden aus der Zeit vor der Beziehung oder eigene Versicherungen, trägt diese zusätzlich. Deshalb ist „Nach Einkommen“ oft der Einstieg, von dem Paare zum Gleicher-Restbetrag-Modell oder zum Hybrid-Modell weitergehen.
DAS SPRICHT DAFÜR
DAS SPRICHT DAGEGEN
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Zuletzt geprüft: 11. August 2026. Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.